Leseförderung mit Hund

Angst kann die Entwicklung von Intelligenz hindern.“
(Bill Ayers, USA)

Quelle: www.lesehund.de

Lesen zu lernen hat weniger mit Intelligenz zu tun, sondern mehr mit der Bewältigung von Ängsten.

Es gibt vielfältige Gründe / Ursachen dafür, wenn ein Kind keine Lust hat zu lesen, z. B. fehlende Lesetradition, wenig Unterstützung, Kinder bekommen selten vorgelesen, unangenehme Erfahrungen beim Lesen im Klassenzimmer oder zuhause.

Beschreibung

Oft ist die Angst, Fehler vor anderen zu machen, der Grund, dass ein Kind beim Lesen lernen blockiert.

Bei dem hier vorgestellten Projekt liest das Kind in einem geschützten und begrenzten Raum dem Hund vor. Die Begleitperson fungiert als Vermittler und Übersetzer zwischen Kind und Hund. Sie beantwortet Fragen, gibt kleine Hilfeimpulse, um den Lesefluss aufrecht zu erhalten oder lobt das Kind, wenn es „seine“ Geschichte – oder vielleicht nur einen schwierigen Satz – bewältigt hat.

„Wenn ein Hund, dem vorgelesen wird, „zuhört“, wird für das Kind die Umgebung transformiert. Es fürchtet sich nicht, sondern es erlebt Freude, und Lernen findet statt. Der Begleiter lenkt die Erwartungshaltung weg vom Kind und bietet, mit dem Hund zusammen, dem Kind Unterstützung beim Vorlesen.“ (Quelle: www.lesehund.de)

Das Tier unterstützt aktiv oder passiv das Erlernen oder die Verbesserung von Kompetenzen (wirkt u.a. motivierend, beruhigend, vertrauenserweckend).

Dem Schüler oder der Schülerin wird – ebenso wie dem Tier – in einer eins zu eins-Situation mit Respekt begegnet und zugehört.

Die Schüler freuen sich darauf, „ihrem“ Lesehund eine Geschichte, die für ihre Lesefähigkeiten zugeschnitten ist, vorzulesen, in einem Zeitabschnitt von 10 – 20 Minuten.

„Auch wenn der Hund dabei einschläft (was manchmal passieren kann), macht das dem Kind nichts aus. Wir lieben es auch alle, eine „Gute Nacht Geschichte“ zu hören!

Was macht ein Lesehund?

Lesehunde helfen Kindern,

  • bessere Noten in der Schule zu erhalten,
  • die Freude am Bücher lesen zu entdecken,
  • ihre Lesefähigkeiten zu verbessern,
  • die Angst vorm Vorlesen zu verlieren,
  • selbstsicherer im Umgang mit Hunden, aber auch mit den Mitmenschen zu werden.

Wie hilft ein Lesehund?

Jede Woche

  • kommen die Lesehunde in die Schule, Büchereien, oder andere Einrichtungen, um Kindern Hilfe beim Lesen zu bieten,
  • liest das (leseschwache) Kind aus einem speziell geeigneten Buch dem Lesehundvor,
  • hat das Kind seinen „eigenen“ Hund zum vorlesen.

Das Programm richtet sich an die gesamte Persönlichkeit des Kindes, daher können sich die positiven Auswirkungen auch in andere Bereiche im Leben des Kindes übertragen.

Warum ein Lesehund?

Fokussiertes Üben verbessert die Lesefähigkeit. Das stärkt das Selbstwertgefühl.

Weil

  • es Spaß macht, einem Hund vorzulesen. Er hört zu und kritisiert nicht!
  • es dem Kind gut tut, den Hund zu streicheln und seine Nähe zu spüren.
  • Ängste und Hemmungen, die durch Misserfolge beim Vorlesen in der Schule entstehen, abgebaut werden.
  • dem Kind geholfen wird, den Lesefluss nicht zu unterbrechen, sobald Schwierigkeiten auftauchen.
  • Das Tier stellt eine wichtige Motivation dar, die dem Kind automatisch eine der Aktivität innewohnende Belohnung bietet, die viel stärker ist, als jede sekundäre oder äußere Belohnung.

Voraussetzungen

  • Gesundheit von Mensch und Tier
  • Spaß im Umgang miteinander
  • Zuverlässigkeit
  • Sicherheit